Kunststoff-Anbauteile
lackieren |
Werkzeug, Teile, Material
1
div. |
- Hand-Schleifschwamn und
- ggf. Schleifmaschine (empfohlen: Excenter-Schleifer)
- Schleifpapier (diverse Körnungen von 600 bis 1200) |
   |
div.
1 |
- Borstenpinsel (für Grundierung und Reinigung
geeignet)
- Ggf. spezieller Acryl-Pinsel mit blauber Stielspitze und
Kunstfaserborsten für Acrylate/wasserverdünnbare Lacke
(Pinsel mit "China"-Borsten/rote Stielspitze eignen sich für
andere Bunt-,Siegellack-,Dispersions-, Leim-,Binderfarben) |
 |
| 1 |
Für größere Flächen:
- Farbspritzpistole (empfohlene Betriebsart: Druckluft-
Kompressor; aber auch elektrischer Antrieb möglich)
Für kleinere Flächen oder Ausbesserungen:
- Lack/Farb-Spraydosen (mit "Spraymaster"-Aufsatz) |

(links mit Rund-, rechts mit Flachstrahldüse) |
| 1 |
Schutzbrille, Gehörschutz, Schutzhandschuhe,
Atemschutzmaske, wenn möglich Absaugung |
 |
| evtl. |
Abdeck- und Abklebematerial |
Abdeckfolie/Packpapier,
Klebstreifen |
je
ausreichend |
Für Weich-Kunststoff:
- Weichmacher
- Kunststoff-Haftvermittler (150 ml Sprüh-Haftharzlösung reichen für 2 - 2,5 m²)
- Grundierung/Haftgrund/"Filler"
Für Hart-Kunststoff:
- Evtl. Kunststoff-Haftvermittler (Menge siehe oben, hier auch als
Grundierungsersatz geeignet)
- In der Regel ist hierfür jedoch nur Grundfüller oder Kunststoff-Haftgrund
erforderlich |
| 1 |
Silikon-Entferner |
und ggf.
Fettentferner/Reinigungsmittel |
je
ausreichend |
- Kontrastfarbe
- Kunststoff(Acryl, Kunstharz oder Nitro-Kombi)-Lack/e
(150 ml davon reichen für etwa 0,5 m²)
- (Nitro-)Verdünnung (zum Lack-Verdünnen und/oder Geräte-Reinigen; Sicherheit
beachten!) |
| ----- |
Das/die zu lackierende/n Form-Anbauteil/e |
|
Anleitung (aus externen Tipps und Hersteller-Angaben erstellt)
Poröse Hart-Kunststoffe
mit Oberflächenstruktur
(z.B. Seitenschweller, Front/Heck-Schürze, Spoiler/Flügel, Aussenspiegel, Griffe)
Unter Hartkunststoff-Anbauteile versteht man hier Kunststoff-Formteile,
die auch
mit kräftigem Daumendruck auf die Formteil-Oberfläche noch nicht nachgeben. |

 |
1. Oberfläche vorbereiten
a) Von gebrauchten Teilen neben Schmutz unbedingt evtl. vorhandene Öle/Fette,
Rost, alte Lackreste entfernen.
Mit dem Begriff "Abwaschen" wird hier das Entfernen
schadhafter Nitro-/NC-/CN-Lackfilme bezeichnet. Das
geschieht mit einem stark mit Nitroverdünnung getränkten
Lappen oder mit einer triefenden Mischung aus Säge-
spänen und Nitroverdünnung.
Allgemein sind Neu- oder Gebrauchtteile vor deren Bearbeitung
selbstverständlich zu reinigen.
b) Empfohlen wird, die Formteil-Oberfläche, insbesondere bei fast immer vorhandenen
Radien/Rundungen
- am besten mit einer dafür besonders geeigneten
vibrationsarmen Excenter-Schleifmaschine (hinterlässt
z.B. an einem Bug keine Ecken) - vorschleifen
c) Anbauteil reinigen und zum Decken/Füllen der verbliebenen Poren und Schleifspuren
(und zugleich als Haftvermittler-Ersatz) mit Silikon-Entferner
nachbehandeln und trocknen lassen
d) (Vorgeschliffene und) Gereinigte Teile-Oberfläche durch Überstreichen mit
Grundfüller bzw. Kunststoff-Haftgrund
vollkommen "verschließen"
e) Darauf Kontrastfarbe aufsprühen und wieder trocknen lassen
f) Endgültig glätten, indem man die Kontrastfarbe mit feinem Nass-Schleifpapier
(mit 600er-Körnung beginnen und
nach und nach bis einschließlich 1000er oder gar
1200er-Körnung verkleinern) vorsichtig wieder abschleift
2. Oberfläche lackieren
a) Die fein glattgeschliffene Formteil-Oberfläche ganz sauber reinigen
b) Kunststoff(Acryl, Kunstharz oder Nitro-Kombi)-Lack
gleichmäßig auftragen
(Lesen Sie hierzu auch die TIPPS weiter unten auf dieser Seite)
| Lackiertechnik
mit der Spritzpistole (und prinzipiell auch mit der Spraydose): Wegen der Gleichmäßigkeit des Luftdrucks und zugleich Sprühstahls
druckluftbetriebener Systeme gegenüber rein elektrischen Geräten wird
grundsätzlich zur Verwendung von Pressluft-Geräten geraten. Beim Pressluft-Spritzen ist
ein durch einen Kompressor aufgebauter Luftdruck von 3-4 bar üblich. (Zum Versprühen
eines Liters Lack(farbe) strömen dabei etwa 400 Liter Luft durch.)
Wer es auch an größen Flächen lieber mit Spraydosen versuchen will, wird
wahrscheinlich bald feststellen, dass der Finger/Daumen bald "einschläft" oder
wehtut. Dagegen hilft ein käuflicher Aufsatz mit Griff und Hebel, der auf die Spraydose
montiert werden kann, sodass es sich damit problemlos länger (fast wie mit einer
Spritzpistole - natürlich nur fast -) sprühen lässt.
Beim Vorliegen größerer Flächen (z.B. Chassis) und falls unterschiedliche
Spritzdüsen vorhanden sind, kann man - muss aber nicht - vorab kleinere Flächen und
problematische Stellen wie Kanten, Stege, oder Hohlstreben mit der Rundstrahl-Düse
einsprühen (Wer nur Flachstrahldüsen besitzt, kann die genannten Stellen auch mit
Spraydose vorlackieren oder mit einem geeigneten Pinsel vorstreichen); und danach mit der
Flachstrahl-Düse folgendes Verfahren anwenden.
Auf jeden Fall sollte sich angewöhnen bzw. angewöhnt haben, vor jeder
Lackierarbeit eine "Spritzprobe" auf (z.B. beim Abdecken
übriggebliebenem) Packpapier oder einem anderen (mit dem Original vergleichbaren; ist
aber nicht zwingend) Material vorzunehmen, um bei Bedarf und nach Möglichkeit gleich den
Spritzluftdruck, die Sprühstrahlbreite, die Abstimmung/mischung der Farbe und
Viskosität/Verdünnung des Lacks zu korrigieren. Bei Verwendung von Spraydosen ist man
insofern freilich schon von vornherein benachteiligt.
Den richtigen Umgang mit der Lackier-/Spritzpistole kann man eigentlich nur durch
Übung und Erfahrung herausbekommen. Prinzipiell aber braucht man dabei lediglich die
Lackschichtentstehung auf der Teileoberfläche aufmerksam zu beobachten, um festzustellen,
wann die Beschichtung passt.
Am Anfang setzt man neben dem zu lackierenden Teil an und zieht langsam
den Hebel der Spritzpistole. Danach kommt erst mal die Vorlust (reiner Luftstrom), aber
nach weiterem Ziehen des Hebels kommt auch die Farbe mit. Sollte zunächst keine Vorluft
kommen, dürfte entweder die Nadel oder die Dichtung des Geräts defekt sein und muss vor
Arbeitsbeginn noch ersetzt werden. Sind die Farbnebel-Tröpfchen zu grob, ist bestimmt der
Pressluft-Druck zu niedrig (Je höher der Druck, d.h. je feiner diese Tropfchen ausfallen,
umso besser wird das Lackierergebnis). Bei Spaydosen ergibt sich diese
Einstellmöglichkeit leider nicht, was sich oft ausgesprochen nachteilig auswirken kann.
Ist soweit jedoch alles in Ordnung, zieht man den Farbsprühnebel gleichmäßig und
nicht zu langsam horizontal/waagrecht in normalerweise etwa 25-30 cm Abstand vor bzw.
über der zu lackierenden Oberfläche entlang und über den entgegengesetzten Rand des
Teiles hinaus. Ist die aufgetragene Lack/Farbschicht noch nicht ganz deckend geworden,
macht das überhaupt nichts, sondern ist ganz normal und richtig so. Nun zieht man den
Sprühstrahl neben, d.h. unterhalb oder oberhalb des bereits erzeugten Streifens (also in
Schlangenlinien, die sich an deren oberen/unteren Rändern - hier hört man
Unterschiedliches von 1/3 bis 2/3 - überlappen), in die andere Richtung und am anderen
Ende wieder über die Kante hinaus. So geht es weiter, bis die gesamte zu lackierende
Teileoberfläche besprüht wurde. Nach 3-5 Minuten zieht man eine entsprechend
vertikale/senkrechte Schlangenlinie. Lackierer nennen das "Kreuzgang".
Ist die aufgetragene Lack/Farbschicht immer noch nicht vollständig geschlossen,
wiederholt man das Ganze nach 5 - 10 Minuten einfach nochmal.
Für Anfänger empfiehlt es sich, am Anfang der Übungen/Versuche mit einer um -
jenachdem wie man es sich schon zutraut - 1/10 bis 1/5 verdünnten Lackfarbe zu
arbeiten (allerhöchstens 1/3, aber zu Beginn nicht gleich den ganzen Lack damit
verbrauchen, sondern erstmal ausprobieren - vielleicht geht es ja jetzt, oder vielleicht
beim nächsten Mal - doch schon mit einer geringeren Verdünnung), wobei dann die dünnere
Farbe etwas länger zum Abbinden/Festwerden braucht und man im Zweifelsfalle einfach ein
weiteresmal einen kompletten Kreuzgang aufträgt.
Zum Lackieren kleinerer Flächen oder
Ausbesserungsstellen:
- Zuerst die nicht zu lackierenden umgebenden Teile/Flächen abkleben, sowie evtl.
- Beschläge usw. von den zu lackierenden Teilen/Flächen abnehmen; anschließend
- einen Karton mit einem Loch etwas größer als die betroffene Stelle etwa 1 - 2
cm über diese Stelle
halten und mit einer Spaydose aus dem üblichen Sprühabstand
daraufsprühen (verhindert eine durch
den Sprühnebel entstehende unerwünschte Tröpfchenbildung um Umkreis der
lackierten Stelle). |
|
Als geeignete Verarbeitungsbedingungen
gelten:
- Zugluftfreier Raum
- Raumlufttemperatur 15-25°C (Zur Warmlufttrocknung werden jedoch 30-80°C und genügende
Luftumwälzung gebraucht.)
- Relative Luftfeuchte 30-70%
Im allgemeinen und fairerweise muss man aber sagen, dass nachträglicher Lackauftrag an
Aussen-Formteilen wie z.B.
Seitenschwellern oder Frontschürzen aus Hart-Kunststoff (innnendrin ist dort i.d.R. eine der Abkürzungen "EPDM, PE
oder PP" eingeprägt oder aufgedruckt) zwar eine Weile "hält", aber
nicht wirklich "haftet". |
3. Nacharbeiten:
a) Nach Abschluss der Lackierarbeiten
mit einer Spritzpistole ist deren Farbbecher zu entleeren, zur Hälfte mit Lösungs-
mittel (Spiritus/Verdünner bzw. Wasser) aufzufüllen und das auf
(altem) Zeitungspapier vollständig auszusprühen, um
damit den Farbkanal und die Düse durchzuspülen und zu reinigen.
Wurde eine elektrische Spritzpistole benutzt, sind zusätzlich deren
verschiedenen Düsengewinde und beweglichen
Teile mit säurefreiem (z.B. Vaseline-)Öl zu schmieren, indem man
genauso vorgeht.
Das Gehäuse/Äussere lässt sich relativ leicht mit einem
lösungsmittelgetränkten Lappen abwischen.
b) Sofern vorhanden, sind Abdeckungen und Klebstreifen abzunehmen.
c) Zuletzt kann bzw. sollte man das lackierte Form-/Anbauteil (ggf. hochglänzend) p o
l i e r e n.
| Welches Lichtreflexionsvermögen
die eine Oberfläche schließlich aufweist, ist von Lichtbrechung, -absorption und
-reflexion der Lackschicht abhängig und kann durch Mattierungsmittelzugabe sowie
Oberflächenbehandlung wie Schwabbeln oder Polieren erheblich beeinflusst werden kann.
Dieser Glanzgrad kann mit Hilfe eines z.Zt. handlichen Geräts, einem sogenannten
Reflektor (z.B. nach DIN 52230) gemessen werden und wird üblicherweise ähnlich diesem
Zweihorn-Beispiel unterteilt (Stufeneinteilung und Bezeichnungen können sich je nach
Hersteller leicht unterscheiden): |
| Glanzgrad |
Reflektometer - Wert (~) |
| stumpfmatt |
0
- 10 |
| matt |
10
- 25 |
| seidenmatt |
25
- 45 |
| seidenglänzend |
45
- 65 |
| glänzend |
65
- 90 |
| hochglänzend |
>
90 |
| Die Mattierung
lösemittelhaltiger Klarlacke und die ungefähre Bestimmung des erwarteten Glanzgrades
kann laut Zweihorn anhand dieses Diagrammes für jede beliebige Zusatzmenge von
Mattierungskonzentrat (MK) gewählt werden: |
 |
| (Das Diagramm kann nach dem
Downloaden und Speichern vergrößert werden) |
|
|
|
Unterschiedliche
Weich-Kunststoffe mit verschiedenen Oberflächen
(z.B. Armaturenbrett, Riemen, Abdichtleisten).
Unter Weichkunststoff-Anbauteile versteht man hier Kunststoff-Formteile, die
beim Draufdrücken auf die Formteil-Oberfläche mehr oder weniger nachgeben. |
 |
Beim Vorbereiten "weicher" Kunststoffteile wie PVC-Plastisol usw. zum
Lackieren werden normalerweise zusätzlich ein Kunststoff-Haftvermittler, ein Weichmacher,
und eine Spezial-Grundierung für Weichkunststoff benötigt.
(Haftvermittler - Haftgrund, v.a. sogenannte "Primer" - sind
Reaktivmittel, welche die Haft- und Trennfestigkeiten von
Weichkunststoff-Beschichtungen wie Acryl- oder Kunstharzlacke auf
Polyester- sowie Polyamidgeweben bzw. Thermoplasten und auch die Verklebung
unterschiedlicher Kunststoffe verbessern können.
Weichmacher - sehr langsam verdunstende Alkohole/Ester - können die
Elastizität, Flexibilität, Flammwidrigkeit, Chemikalien-, Witterungs-,
oder Migrationsbeständigkeit eines Formteils aus polymerem Kunststoff
verbessern und dessen Verarbeitungseigenschaften optimieren.
Füller sind im allgemeinen hochpigmentierte, Grund"lacke" oder
Klarlacke mit hohem Festkörper-Anteil. Der Anteil der Festkörper (engl: solids) wird in
Prozent angegeben. Die Prüfung erfolgt nach DIN 53215 über 2 Stunden bei 120°C.
Grundierung - Grundierspachtel oder gut eindringender Grundlack -
ist ein Füllmaterial, mit dem eine dicht geschlossene Fläche zum endgültigen Lackieren
erzielt werden soll. Die Trocknung erfolgt entweder bei normaler Umgebungsluft oder durch
spezielle Verfahren mit Warm/Heissluft, IR(Infrarot)-, UV(Ultraviolett)-, oder
(ESH)Elektronen-Strahlung.
Härter sind Zusatzmittel für Mehrkomponenten-Lacksystemen zur Erzeugung
chemischer Reaktionen wie POLYKONDENSATION bei SH-Lacken /
POLYADDITION bei PUR-Lacken. In 1K(Einkomponenten)-säurehärdenden Lacken
(auch Eintopf-Säurehärter genannt) sind die zur Einleitung der Polykondensation
benötigten Säurelösungen bereits enthalten.) |

Lackierte Oberfläche
(vergrößerte Ausschnitte)
links ohne / rechts mit
Siliconprimer
(Bildquelle: Innovent Techno-
logieentwicklung Jena 2000)
|
Eine einfache Schnell-Anleitung (mit größeren Fotos
aus einem Astra F)
für ein Armaturenbrett im Marmorstyle
finden Sie mit diesem Hyperlink.
(Nach über einem Jahr sah es immer noch so aus wie auf diesen Fotos!) |

|
Im MR2Forum fanden wir - allerdings schon vor einiger Zeit - einen Beitrag
von "Grünschnabel" zum Lackieren eines Weichkunststoff-Armaturenbretts
(Falls nicht mehr auffindbar, hier ein gekürzter, ungeprüfter Auszug davon. Aber
Achtung:
Denn damit wird die Original-Beschichtung des Armaturenbretts unwiederbringlich
entfernt!):
"... da ich autolackierer bin - der weiche
kunstleder untergrund könnte probleme machen, ...mein rezept ---
mit scharfen kunststoff verdünner mehrmals
abgeputzt 30 min bei 60-80 grad in der trocken kabine liegen lassen,
mit einem velourvlies extragrob abgeschruppt ... und wieder abgeputzt und geheizt,
dann eine hauch dünne schicht plastikprimer drüber und füller mit weichmacher
(softface) ganz wichtig, heizen
- wenn dann keine blasenbildung stattgefunden hat, konnte es lossgehen
anrauhen mit dem vlies und nochmal füller drauf das die billige struktur weg ging,
nass geschliffen mit 800er schaumstoffklotz !!!!!-nicht durch schleifen-!!!!
dann nochmal mit 2000er nachschleifen....und lack drauf, ... hs-klarlack mit softface....
härten lassen und mit 2000er/bis 4000er nassschleifpapier drüber
und poliert mit 3M grobe schleifpolitur+ feine schleifpolitur....und zum finish nochmal
polierwachs...."
|
|
 |
ACHTUNG!
Für alle Lacke und sonstigen Mittel gilt:
Vorrang vor allen auf dieser Seite gemachten Angaben
hat stets die Beachtung aller Sicherheits- und
Verarbeitungshinweise der Hersteller des Lacks, des Verdünners, der für die
Oberflächenvorbearbeitung
benötigten Mittel, und selbstverständlich auch der benutzten Geräte!
Die beschriebenen Arbeiten dürfen nur in (sehr) gut ent- und belüfteten Räumen
durchgeführt werden!
Hartkunststoff-Haftvermittler/Grundierungen
(Plastic-Primer) sind
e i n s e t z b a r auf:
Polyurethan (PUR), Polystyrol (PS), Polyamid (PA), Polypropylen Kautschuk
modifiziert (EPDM),
Polyacrylnitril-Polybutadien-Polystyrolgemisch (ABS), glasfaserverstärkter
Kunststoff (GfK),
Hart-Polyvinylchlorid (Hart-PVC)
n i c h t g e e i g n e t für: Styropor und Polycarbonat
Überzugs-/Klarlack für Metallic- u.a. Lacke nicht auf blankem Blech,
Messing, Kupfer, Aluminium verwenden. |
 |
TIPPS
Grundsätzlich wird angeraten, für
Lackierarbeiten an einem bestimmten Objekt nur Materialien des gleichen
Herstellers zu verwenden, weil diese immer entsprechend aufeinander abgestimmt sind. Aus
demselben Grund
sollte man stets im gleichen (Lack-)System (lösungsmittelhaltig
oder lösungsmittelfrei/wasserlöslich) bleiben.
1. Haftvermittler-Dosen
vor Gebrauch 3 Minuten gut schütteln.
Haftvermittler in maximal 2 Schichten dünn aufsprühen. Sprühabstand
ca. 25 cm. Trockenzeit rd. 5 Minuten.
Danach ist er mit Acryl-, Kunstharz- oder Nitro-Kombi-Lacken
überziehbar.
2. Benützen Sie zum Lackieren eine Lack/Farb-Spraydose,
diese vor Gebrauch 3 Minuten kräftig schütteln.
Der Decklack soll mit jeweils 3-5 Minuten Zeitabstand in
mehreren dünnen Schichten aufgesprüht werden.
Der Sprühabstand beträgt dabei zwischen 20 und 30 cm.
3. a) - Acryl-Lacke für Styling-, Kontrast- und Kaschierlackierungen am Fahrzeug
sind üblicherweise
nach 10 Minuten
staubtrocken, nach 15 Minuten klebefrei, und nach 50 Minuten grifffest.
. - Spezial/Plastic-Lacke für's
Tuning bzw. Styling sind allerdings erst nach 30 Minuten straubtrocken,
brauchen 2 Stunden, um
klebefest zu werden; Grifffestigkeit soll angeblich nach 50 Minuten eintreten;
und durchgehärtet ist
dieser Speziallack erst nach 24-28 Stunden.
b) Metalleffekt/Metallic-Lack
mindestens 30 Minuten trocknen lassen und zum Schutz vor Umwelt- und
Witterungseinflüssen unbedingt mit Klarlack
versiegeln. (Zweischicht-Klarlack)
c) Bei Verwendung von Neon-Farbton-Lack
kann die Leuchtkraft durch Vorbehandlung der Formteil-
Oberfläche mit Haftgrund weiß
verstärkt und die Licht- und Wetterbeständigkeit durch Übersprühen
mit Klarlack verbessert werden.
d) Ein Silver/Chrome-Effekt entfaltet sich am besten auf
schwarzem Untergrund.
4. Überzugs- oder Klarlack-Dosen vor Gebrauch ebenso 3 Minuten lang
schütteln. Klarlack wird auch im
Abstand von ca. 25 cm und in mehreren dünnen Schichten
aufgesprüht. Sprühnebel kann man jedoch
erst nach 24 Stunden wegpolieren; denn Klarlack ist zwar
normalerweise nach rd. 10 Minuten staub-
trocken und nach ca. 60 Minuten grifffest, aber erst nach etwa
24 Stunden richtig durchgetrocknet.
|
 |
RECHT
1. Spezielle NEON-Tagesleuchtfarben an Kraftfahrzeugen sind in Deutschland nur
bedingt zulässig.
2. Bei der Entsorgung von Lack-Spraydosen (auch Lackstifte und Flaschen) bitte beachten:
a) Völlig leere Dosen in den Wertstoff-Container bzw. den
"Gelben Sack" werfen.
b) Noch nicht gänzlich entleerte Behälter sind zur
Problemmüll-Abgabestelle zu bringen. |
|
I.O. (2005), © Tuning-Lobby
(Alle Angaben und Links erfolgen ohne Gewähr und unter Ausschluss jeglicher Haftung!) |