Innenraumgestaltung bei einem Opel-Astra-F-CC


Die Idee

Mein Astra ist ja eigentlich ein ganz süßes Wägelchen. Vom Äußeren her passt er richtig zu einem jungen, dynamischen Menschen wie mir ;-) . Nur der Innenraum sagte mir von Anfang an nicht zu. Insbesondere den textilen Anteilen der Verkleidungen hat der Astra das etwas negative Image eines "Opa-Autos" zu verdanken. Ok, besser als im Polo ist der Innenraum allemal, da kein Metall blank liegt (beim Polo hatte ich da gerade bei Gewitter manchmal Schiss dass ich eine gehuscht bekomme...), aber das Muster des Stoffs...

Da ich im November 1998 rote Schroth-Gurte in den Astra einbaute, und mir der Kontrast zur schwarzen Karosserie ganz gut gefiel, baute sich vor meinen Augen die Vision eines "Astra-schwarz-rot" auf, und in einer Opel-Zeitschrift (für Insider: die "flash") bekam ich auch noch die passenden Tipps für mein Vorhaben.
 

Die Ausführung

Die Plastikteile der Innenraumverkleidung wurden nach dem Aus- und Auseinanderbau , der nicht immer ganz einfach zu bewerkstelligen ist, zuerst gründlich mit Seifenlauge gereinigt, dann nach dem gründlichen Durchtrocknen  mit Kunststoff-Haftvermittler grundiert und schließlich mit normalem Fahrzeuglack lackiert (der Fachhandel führt aber auch Kunststofflack der flexibel austrocknet).
Die Stoffteile habe ich nur mit einer harten Bürste gründlich von Staub befreit, und dann mittels Sprühkleber  sogenannten Akustikbespannstoff aufgeklebt.
Sprühkleber hat den Vorteil, dass er eine durchgehende Klebeschicht ergibt, und er eignet sich wirklich gut für die Verbindung Stoff-Stoff. Akustikbespannstoff habe ich gewählt weil er lichtecht ist und sich gut spannen lässt.
 

Die Fotos

Die Fotos zeigen die Arbeiten an der Seitenverkleidung hinten-links. Ich hatte zwar mit den vorderen Türverkleidungen angefangen, aber da ich nicht wusste, ob's überhaupt funktioniert, hab ich da lieber auf eine Fotodokumentation verzichtet!
 
 


Seitenverkleidung hinten links im Originalzustand. Ein grauenhaftes Design, oder? 

Die Verkleidung von hinten. Die roten Pfeile kennzeichnen einige der  Plastik-Halter mit denen der mit Stoff verkleidete Hartpapierteil am Plastikteil regelrecht verschweißt ist. Diese "Nuppies" kann man mit einer Beißzange und viel Geduld entfernen. Später wird das ganze wieder mit kurzen Holzschrauben und Unterlagsscheiben befestigt.

Plastikteil und Stoffteil erfolgreich getrennt (nach ca. 45 Minuten nervenaufreibender Geduldsarbeit, je Seite versteht sich)!

Neue Verkleidung in rot! Die Überstände können ruhig weitestgehend stehen bleiben! Wer sie lieber wegschneiden will, Vorsicht! Nicht zu viel schnippeln!

Der Plastikteil in schwarz!

Nach 24 Stunden (überwiegend Trocknungszeit) endlich wieder vereint. Sieht doch genial aus!
Das gelbe Teil unten links ist der Sensor für die Schroth-Gurte.

Und so sieht's fertig eingebaut aus:
vorne und hinten

Bearbeitungsstand: Sommer 2005
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