Einbau einer zweiten
Autobatterie
Wer eine größere Car-HiFi-Anlage oder mehrere Verstärker oder
sonstige elektrische Zu-
satzgeräte wie etwa Kühlbox/-schrank ohne weitere Maßnahmen in sein Auto bzw. Wohn-
mobil einbaut, wird bestimmt schnell sehen, wie die Bordspannung absinkt. So wird z.B.
bei jedem Baßtakt die Beleuchtung dunkler und die Lichtausbeute der Scheinwerfer insge-
samt - eventuell sogar erheblich - schwächer. Das geschieht umso schneller, je kleiner
die
Kapazität der Original-Starter-/Erstbatterie ist, und kann während des Betriebs so
starker
Verbraucher bei abgestelltem Motor einen einzelnen Kfz-Akku sogar vollständig entladen.
Das kann man durch den Einbau einer zusätzlichen Autobatterie (Zweitbatterie) vermeiden.
Die Zeitdauer einer solchen
Verbrauchs-Entladung und
die benötigte Größe/Kapazität
dieser Zusatz-Batterie
lassen sich leicht mit unseren Online-Rechnern auf der
Um-/Einbau-Seite ermitteln.
Der Anschluss einer Zusatz-Batterie an den Kfz-Generator (Lichtmaschine) sollte
immer
über ein Trenn-Relais (Teilemusterbild unten links) oder (auch
mit mehreren Akkus
möglich) über eine Trenn-Diode (Teilemusterbild unten rechts)
mit Parallel-Schaltung
(Skizze siehe Ergänzung unten) von Starter-(Erst-) und Zusatz-(Zweit-)Batterie(n)/Akku(s)
erfolgen! Dadurch werden die Batterien/Akkus elektrotechnisch untereinander getrennt,
so-
mit bei laufendem Motor durch den Generator(Lichtmaschine) nach Bedarf aufgeladen, und
können sich auch nicht (mehr) gegenseitig entladen. Die bei Trenndioden
aufgeführten Lei-
stungsangaben wie 50/70/75/90/120/150 Amp beziehen sich immer auf die Ladeleistung
des beanspruchten Generators (nachschauen!) oder Ladegeräts. Bei Trenndioden(vertei-
ler)-Auswahl auch auf (zukünftig evtl. größere) Anzahl Batterien/Akkus achten. Auf die
Akku-
Größe/-Kapazität kommt es dabei nicht an. Ausserdem kann damit die Zweitbatterie not-
falls bis zur vollständigen Entladung genutzt werden, wobei die Erstbatterie voll und
betriebs-
bereit bleibt. Darüberhinaus wirkt die Zweitbatterie in gewissem Umfang als Puffer gegen
Spannungsschwankungen im Kfz-Bordnetz, was besonders wichtig ist, wenn z.B. eine Car-
HiFi-Endstufe ohne Elko/Pufferkondensator/Powercap eingebaut und betrieben wird.
Werkzeug- und Teileliste:
| 1 Stk |
Zusatz-Batterie: z.B. 12V-45 Ah bei kleinerem
Kapazitätsbedarf bzw.
für Car-HiFi-Anlage/n lieber gleich 12V-66/80 Ah, aber beachte:
Für deren Parallelschaltung sollten Typ, Leistung, und Spannung
der Erst- und der Zusatz/Zweit-Batterie/n immer g l e i c h sein!
(Bild: "Wartungsfreie" Gel-Batterie ohne Stopfen, daher auch liegend
montierbar.) |
 |
| 1 Stk |
30 A- bzw. 70 A-Schaltrelais oder entsprechende
Trenndiode (Weniger als 30A sind auf keinen Fall ratsam! Bild links: Evtl.
verwendbares KFZ-Relais für Nebelscheinwerfer oder Abblendlicht; Bild rechts: Trenndiode
für mehrere Batterien) |
 
|
| 1,5-5 m |
Batteriekabel mit 10 mm² bzw. möglichst 16 mm²
Querschnitt. Kleiner
kann hier aber rasch zu wenig werden! Hier ist ein rot isoliertes Kabel üblich.
(Das
wird die Verbindung zwischen beiden Batterien. Die Länge wird vom Einbauort der
Zweitbatterie bzw. von der Entfernung zwischen den beiden Batterien vorgegeben.) |
 |
| 0,5-1 m |
Massekabel mit 10 mm² bzw. möglichst 16 mm²
Querschnitt. Es muss
den gleichen Querschnitt wie das vorige haben! Dieses ist i.d.R. schwarz isoliert.
(Bild: Kompletter Batteriekabel-Satz einschließlich elektr. Sicherung/shalterung) |
| 1,5-5 m |
Kabel mit 1 mm² bzw. 1,5 mm² Querschnitt
(Das dient als Relais-Steuerleitung) Wie für Plusleitungen üblich wieder rot. |
 |
| 0,5-1 m |
Massekabel mit 1 mm² bzw. 1,5 mm² Querschnitt (Wird
die Minus-Leitung
der Relais-Ansteuerung) Wie für Masse/Minusleitungen üblich schwarz oder braun. |
| 2 Stk |
große Steck-Kabelschuhe (Durchmesser passend
zum dicken Batteriekabel) |
 |
| 2 Stk |
kleine Steck-Kabelschuhe (Durchmesser passend
zur Steuerleitung) |
| 2 Stk |
große Ring-Kabelschuhe (Durchmesser passend zum
dicken Batteriekabel) |
 |
| 2 Stk |
kleine Ring-Kabelschuhe (Durchmesser passend zur
Steuerleitung) |
| 2 |
Batterieklemmen |
 |
| div. |
Befestigungsmaterial wie Schiene/Leiste und
Schraube/n (Original-Batterie-
halter empfohlen, darf ja auch gebraucht sein) zur Montage der Zusatz-Batterie |
|
| 1 Stk |
Sicherungshalter und 30A- bzw. 70A-Sicherung
(wie Trenn-Relais/-Diode)
wird nicht nur v.a. aus Gründen der Absicherung gegen Brand/Zerstörung, sondern
auch zum Zwecke der Aufrechterhaltung des Versicherungsschutzes empfohlen! |
(siehe Kabel-
satzbild oben) |
| je 1 |
Schraubendreher, Schraubenschlüssel,
Spitzzange, Cutter und Abioslierer, evtl. Bohrmaschine |
|
Schaltplan:

(Zeichnung ohne Sicherung; von RM.)
Skizzen mit Sicherung und Elko/Powercap siehe: "Car-HiFi" auf meiner
Um-/Einbau-Seite.
Anleitung:
1. a) Zu allererst muss ein geeigneter Platz für die Zweitbatterie gefunden
werden. Dabei
ist unbedingt darauf zu achten, daß eine
ausreichende Entlüftung(smöglichkeit) für die
während der (Auf-)Ladung evtl. (bei
Säure-Blei-Akkus mit Stopfen) entstehenden Ga-
se vorhanden ist. Fehlt die Entlüftung,
kann Knallgas entstehen! Explosionsgefahr!!!
Da im Motorraum für eine Zweitbatterie
erfahrungsgemäß kein Platz vorhanden ist,
bietet sich dafür meistens schon von
vornherein der Kofferraum an. Die Batterie ist
gut zu befestigen, damit sie bei
Vollbremsung nicht zum tödlichen "Geschoß" wird.
b) Schaltrelais oder Trenndiode möglichst nahe an der
Erstbatterie montieren.
2. a) Starter-/Erstbatterie-Kabel abklemmen (erst Minus-Kabel wegnehmen)
b) Kabel ausreichend lang verlegen, nicht zu kurz/knapp abschneiden,
passende Kabel-
schuhe an Kabelenden aufstecken,
quetschen und isolieren (noch nicht anschließen)
3. a) Das Steuerkabel für Schaltrelais/Trenndiode
- mit einen Ende an
Generator/Lichtmaschine befestigen, direkt am Anschluss der La-
dekontrolllampe (Klemme 61/D+, mit
dünnem - meist blauem - Kabel am Generator).
- und das andere Ende der Steuerleitung
auf das Relais stecken (Klemme 86).
b) Klemme 85 über das kurze 1mm²-Kabel mit der Karosserie (mit Masse)
verbinden.
4. a) Das dicke (rote) Batteriekabel wird - mit dem Pluspol der Erstbatterie (rot,
kurzer
Abschnitt, ggf. mit Sicherungshalter innerhalb
20/max.30cm an der Batterie) sowie
- mit dem Relaisanschluß 30 verbunden.
b) Nun den Relais-Anschluß 87 mit dem Pluspol der Zweitbatterie
(dick, rot) verbinden.
c) Schließlich den Minuspol der Zusatzbatterie mit dem dicken
Massekabel (schwarz)
zur Karosserie führen.
5. a) Plus-/Power-Kabel der Car-HiFi-Anlage bzw. des eingebauten Zusatz-Gerätes (mit
evtl. vorgesehener eigener/zusätzlicher
Sicherung innerhalb 20, maximal 30 cm von
der Zusatzbatterie) an den Plus-Pol der
Zweitbatterie anschließen.
b) Starter-/Erstbatterie-Kabel wieder richtig anklemmen (beginnend mit
Plus-Kabel).
c) Die ggf. vorgesehene/n Zusatz-Sicherung/en einsetzen.
Kontrolle:
Ob alles richtig installiert wurde zeigt sich, wenn man
1. a) bei ausgeschaltetem Motor und ausgeschalteten Verbrauchern misst, ob Strom in
die Zweitbatterie fließt; denn das darf
bei stehendem Motor noch nicht der Fall sein.
b) einen oder mehrere Verbraucher (z.B. Scheinwerfer) einschaltet und
die beiden Batte-
riespannungen misst, die sich aber jetzt
unterscheiden müssen. Bleiben Sie bei tat-
sächlich verbundenen Akkus (und ggf.
intakter Sicherung) gleich, stimmt etwas nicht
(Wahrscheinlich falsches Relais - evtl.
Öffner statt Schließer - eingebaut).
2. a) den Motor anlässt und darauf achtet, dass nach kurzer Zeit die Ladekontrolleuchte
er-
lischt (und - ist manchmal nur sehr leise
- das Relais klickt; bei Trenndiode hört man
gar nichts). Geht die Ladekontrolle nicht
aus, stimmt etwas mit der Steuerleitung zwi-
schen D+/Kl. 61 und Relais/der Trenndiode
nicht (vielleicht falsch oder lose).
b) bei laufendem Motor feststellt, dass nun Strom in die Zweitbatterie
fließt und jetzt an
beiden Batterien/Akkus die gleiche
Spannung von (ca.) 13,8 Volt anliegt.
Ergänzung:
| Parallelschaltung |
zweier
Batterien/Akkus gleichen Typs und gleicher Leistung gibt doppelte Leistung
bei gleichbleibender Spannung
(z.B. 12V vorher und 12V nachher) |

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| Reihenschaltung |
zweier
Batterien/Akkus ergibt/ergäbe
dagegen doppelte Spannung
bei gleichbleibender Leistung
(z.B. 12V vorher aber 24V nachher) |

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Ein "größerer"
Generator(LiMa) |
wird nach der Installation einer zusätzlichen oder evtl.
"größeren" Batterie und/oder zu-
sätzlicher starker Geräte/Verbraucher nur dann erforderlich, wenn mit der
vorherigen/Ori-
ginal-Lichtmaschine bei laufendem Motor keine ausreichende Aufladung des/der Akkus
mehr erzielt wird. |
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